Einnistungsblutung

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Ob nun die Einnistungsblutung nur ein Mythos ist oder tatsächlich der Realität entspricht wird immer wieder diskutiert. Manche Ärzte sehen in der sogenannten Nidationsblutung nach der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut nur eine eingebildete minimale Blutung.Vor allem Frauen die einen starken Kinderwunsch hegen sollen solch eine Blutung bemerken, die allerdings nichts mit der Realität zu tun hat und nicht wirklich stattfindet.

Doch zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass es sich hierbei nicht um ein Gerücht aus irgendwelchen Schwangerschaftsforen handelt sondern dass diese Blutung tatsächlich auftritt.

Wann findet die Einnistungsblutung statt?

Nachdem die Eizelle im Eileiter befruchtet wurde wandert diese den Eileiter entlang in Richtung Gebärmutter. Diesen Weg kann die Eizelle jedoch nicht allein bewerkstelligen sondern sie wird dabei durch die sogenannten Flimmerhärchen weiterbefördert. Dieser Wanderung durch die Eileiter kann bis zu vier Tage dauern bis endlich der Eingang zur Gebärmutter erreicht ist. Bis jedoch die eigentliche Einnistung beginnt kann es jetzt auch noch einmal mehrere Tage dauern, da die Eizelle sehr wählerisch ist und sich sozusagen den besten Platz in der Gebärmutter aussucht. Hat sie diesen Platz gefunden gräbt sich die Eizelle tief in die Gebärmutterschleimhaut ein. Da diese im Laufe des Zyklus sehr stark durchblutet wird kann es bei der Einnistung der Eizelle zu einer Verletzung der Blutgefäße kommen. Dieses Hineinbohren der Eizelle spüren manche Frauen auch als Einnistungsschmerz. Allerdings können diese Schmerzen auch mit den ersten Anzeichen der nächsten Periodenblutung verwechselt werden.

Somit findet die Einnistungsblutung ungefähr 4-7 Tage nach der Befruchtung statt und kann als ein frühes Schwangerschaftsanzeichen gesehen werden. Ob allerdings überhaupt eine Blutung stattfindet ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Dauer und Aussehen der Einnistungsblutung

einnistungsblutung dauer

Die Einnistungsblutung taucht in der Regel einmalig auf, maximal sollte es aber nicht mehr als 3-4 Tage dauern.

Ungefähr 30 Prozent der Frauen erleben eine Einnistungsblutung. Diese Nidationsblutung kann nur einmalig auftreten oder mehrere Tage andauern. Wie stark die Blutung ist ist bei jeder Frau unterschiedlich. In der Regel ist diese aber sehr schwach und oftmals kaum wahrnehmbar. Oft besteht die Blutung auch nur aus einzelnen Tropfen oder kleinen Schlieren. Durch diese geringe Menge an Blut tritt sie meistens gar nicht erst aus dem Körper der Frau aus und bleibt daher unbemerkt. Sollte doch einmal eine Blutung bemerkt werden gibt es mehrere Anhaltspunkte um sie von einer Periodenblutung unterscheiden zu können.

Die Einnistungsblutung ist normalerweise eher hellrot und nicht wie die Periodenblutung braun. Während bei der Monatsblutung durch die Ausschüttung von Prostaglandinen Schmerzen im Bereich der Gebärmutter ausgelöste werden, treten bei einer Einnistungsblutung fast keine Schmerzen auf bzw. sind diese nur sehr kurz wahrnehmbar. Auch nimmt die Nidationsblutung nicht an Stärke zu, was bei einer Regelblutung normalerweise der Fall ist. Ebenfalls ist der Zeitpunkt der Blutung ein deutlicher Hinweis. Da die Einnistungsblutung ungefähr 4-7 Tage nach dem Eisprung auftritt, ist diese deutlich früher zu beobachten als die Periodenblutung. Diese beginnt üblicherweise erst ca. 14 Tage nach dem Eisprung. Der Zyklus kann jedoch von Krankheit, Medikamenten oder Stress beeinflusst werden und ist damit kein eindeutiges Zeichen.

Weiterhin können nach dem Geschlechtsverkehr leichte Blutungen eintreten. Durch den um den Zeitpunkt des Eisprungs besonders gut durchbluteten Gebärmutterhals kann es beim Sex zu kleineren Verletzungen kommen, die zwar absolut harmlos sind, aber leicht mit einer Einnistungsblutung verwechselt werden können.

Wie kann die Einnistung verbessert werden?

stress vermeiden

Versuchen Sie Stress zu vermeiden, Alkoholgenuss und das Rauchen von Zigaretten sollten ebenfalls kein Thema sein.

Leider kann eine Frau keinen Einfluss auf die Einnistung nehmen. Entweder die Eizelle wurde befruchtet und nistet sich in die Gebärmutterschleimhaut ein oder aber nicht. Um aber bessere Voraussetzungen zu schaffen sollten Frauen mit Kinderwunsch auf folgende Dinge acht geben:

  • Verzicht von Alkohol und Zigaretten
  • Ausgewogene und gesunde Ernährung
  • Über- oder Untergewicht vermeiden
  • Stress aus dem Weg gehen

Ebenfalls wichtig ist die regelmäßige Einnahme von Folsäure-Präparaten. Bei einem Mangel an Folsäure kann sich das Zentralnervensystem des Fötus nicht richtig entwickeln und so zu Missbildungen des Fötus führen. Außerdem sollte Extremsport vermieden werden da durch die Anstrengung eventuell der Zyklus gestört werden kann und erst gar kein Eisprung stattfindet.

Und natürlich gehört auch ein gewisses Wissen über den eigenen Zyklus und die fruchtbaren Tage dazu um die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung zu erhöhen. Diverse Methoden wie:

  • Basaltemperatur
  • Zervixschleimbeobachtung
  • Muttermundbeobachtung
  • Ovulationstests

… können hier weiterhelfen. Auch werden im Internet zahlreiche Eisprungrechner angeboten, mit denen die fruchtbaren Tage anhand der Zyklusdauer und des ersten Tages der letzten Periode berechnet werden können.

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Die Nidationsblutung kann ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein, zählt aber nicht zu den sicheren Zeichen. Denn: erstens erfolgt nicht nach jeder Einnistung eine Blutung, und zweitens können auch aus anderen Gründen Blutungen auftreten. Zwischenblutungen können beispielsweise durch Medikamente, Stress oder Krankheiten ausgelöst werden. Wer sicher sein will, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder ob körperliche Ursachen zur Blutung führten, sollte einen Gynäkologen aufsuchen und die Gründe abklären lassen.

Als sicheren Beweis für eine Schwangerschaft gilt nur ein Schwangerschaftstest. Dieser Test kann entweder Zuhause mit einem Urintest oder beim Arzt mittels Bluttest durchgeführt werden. Bei den Urintests für Zuhause können zwei verschiedene Arten unterschieden werden. Man unterscheidet hier zwischen einem Frühtest und einem "normalen" Test. Gemessen wird immer der β-hCG Wert im Urin. Der Frühtest zeigt schon kleinere Mengen dieses Hormons an während am gleichen Tag ein "normaler" Test hier noch ein negatives Ergebnis zeigen würde. Normale Schwangerschaftstests können ab dem Tag der fälligen Periode angewendet werden, Schwangerschaftsfrühtests sogar 4 Tage vorher.

Alle anderen Anzeichen wie Spannungsgefühl in der Brust, Übelkeit oder Ekel bei bestimmten Speisen können wie die Einnistungsblutung auch auf eine Schwangerschaft hinweisen, sind aber kein eindeutiger Beweis dafür.